Musette, Klezmer, Evergreens und internationale Volksmusik
Schukker-Trio

Schukkertrio Schukkertrio
Samstag, 02. Mai 2008, 20 Uhr, Trinitatiskirche Würzburg-Rottenbauer, Eintritt 8,00 EUR, 0931 67211
Schukker-Trio
Musette, Klezmer, vergreens und internationale Volksmusik

Bernd Dittl - Akkordeon, Gesang
Rainer Schwander -Sopransaxophon, Hackbrett
Heinrich Filsner - Kontrabass

Fürther Urgestein am Kontrabass, Ansbacher Schiffermonikaspieler am Akkordeon und Würzburger Filigrangebläse am Saxophon. Eine musikalische Kreuzfahrt durch internationale Folklgewässer mit Tiefgang und furiosem Wellenritt.
Verankert im fränkischen Heimathafen mit Lied und Klang. Daneben kkontinentale Ausflüge durch den Balkan bis nach Klezmorien. Märchenhafte Klänge aus durchzechten Nächten ...

www.schukkertrio.com


Aus der Würzburger MAINPOST:
Schukker nennt sich eine Formation dreier hochkarätiger Musiker, die den 90 begeisterten Zuhörern beim dritten Sommerkonzert in der Idylle des Veitshöchheimer Synagogenhofs ohne Mikrofon und Verstärker ein durch nichts getrübtes Musikerlebnis bescherte.
Der Veitshöchheimer Rainer Schwander ließ nur so die Klöppel über das Hackbrett fliegen und blies höchst virtuos das Saxophon. Bernd Dittl aus Ansbach ließ seine Klasse auf dem 72-bassigen Gerini-Akkordeon aufblitzen. Angetrieben wurden die beiden vom sanften Kontrabass des Fürther Heinrich Filsner.
Zusammen präsentierte das phantastische Trio instrumental und gesanglich eine Mischung aus Folk-Musik aus Amerika und Schweden, Zigeunermusik vom Balkan, gewürzt mit fränkischen "Liederlichkeiten", Schottisch-Tänzen im 4/4-Takt, Rheinländer-Musik im 2/4-Takt, abgerundet durch jiddischen Klezmer.
Schon beim Einstieg mit „Z 3", einem Zigeunerstück, präsentierte besonders Rainer Schwander unüberhörbar und eindrucksvoll sein grandioses Feeling für das eigentümliche Spiel eines Klezmer. Schwander ließ sein Saxophon wie eine menschliche Stimme weinen, lachen, seufzen, jammern. Im schwedischen Volkslied „Skolvan" ließ Bernd Dittl seine Klasse auf dem Akkordeon aufblitzen. Das Trio weckte Urlaubsgefühle mit einem stimmungsvollen Folklorelied des östlichen Balkans. Viel Beifall gab es aber auch für atypische Stücke wie die amerikanische Westernschnulze im Dreivierteltakt „Tennessee Waltz" und für eine alpenländische Hackbrett-Weise.
Dank des Akkordeons klang es manchmal ein bisschen nach französischen Chansons. Jeder hatte reichlich Gelegenheit, auch solistisch zu glänzen, per Ton, Klang und Text, so auch Wolfgang Buck mit „Filma", eine augenzwinkernde Kritik am Familienvater, der schon bei der Taufe seinen Sprössling neurotisch filmt.
Nach eineinhalb Stunden ursprünglicher und authentischer Volksmusik hatte das Publikum noch nicht genug und bekam noch die geforderten beiden Zugaben.